Whiteboard

Das Whiteboard ist ein zentrales Werkzeug in Lehrveranstaltungen, das sowohl im Präsenzraum (analoges Whiteboard/Board) als auch über online Tools (z.B. Zoom-Whiteboard, Miro, Mural, Whiteboard in Moodle/ILIAS/OPAL, MS Whiteboard etc.) zum Einsatz kommt.

Whiteboards sind eine Weiterentwicklung der Kreidetafeln (engl. blackboard). Heutzutage finden vorrangig Whiteboards in Lehr-Lehrsettings Einsatz.

Whiteboards unterstützen didaktische Grundprinzipien

  • durch die Visualisierung von Denkprozessen (schrittweise Herleitung, Skizzen, Markierungen).
  • Prozesse der Kollaboration, z.B. in dem Studierende gleichzeitig an Inhalten arbeiten.
  • Strukturierung durch z.B. Themenübersichten, Mindmaps, Ablaufpläne.
  • die Aktivierung, in dem sie bei Brainstormings, Abstimmungen, Sammeln von Beispielen eingesetzt werden.

Um digitales kollaboratives Lernen zu fördern, gibt es verschiedene Anbieter, die solche digitalen/virtuellen Whiteboards bereitstellen. Sie eigenen sich neben dem Einsatz vor Ort auch für Online- und Hybrid-Lehre und werden immer weiter in ihren Funktionen und der Bereitstellung von Vorlagen ausgebaut.

Typische Tools für digitale/virtuelle Whiteboards:

  • In Videokonferenzsystemen integrierte Whiteboards (z.B. Zoom, BigBlueButton, Teams)
  • Spezialisierte Tools (z.B. Miro, Mural, Conceptboard, MS Whiteboard)
  • Whiteboard-Funktionen in Lernplattformen

Zoom Whiteboard X bietet für die kollaborative Arbeit verschiedene leicht zu nutzende Tools, um Objekte auf einer leeren Fläche (engl. canvas, dt. Leinwand) zu erstellen und zu bearbeiten. Auf dieser leeren Fläche kann man mit den Zoom Whiteboard-Tools zeichnen, Formen hinzufügen, Text eingeben und Haftnotizen und Vorlagen einfügen. Darüber hinaus können auch Bilder und PDF-Dateien hochgeladen und erweiterte Tools verwenden werden. Bereits fertige Elemente, die auf der Fläche eingefügt werden können, stellt Zoom als erweiterte Tools und Vorlagen bereit. Zu den erweiterten Tools zählen Tabellen, Mindmap, Kanban, Inhalte einbetten und Diagramme.

An der Pädagogischen Hochschule Weingarten wird über die Campuslizenz das Zoom X Whiteboard als softwarebasiertes digitales Whiteboard allen Hochschulangehörigen zur Verfügung gestellt. Mit Zoom X Whiteboard kann man (wann und wo immer man möchte) zusammenarbeiten. Online-Whiteboards können anderen Zoom X Accountinhabern (innerhalb der Hochschule) freigegeben werden, um mit diesen zusammenarbeiten zu können. Die Whiteboards von Zoom sind über einen Webbrowser und Zoom Clients zugänglich. Zoom Rooms for Touch haben wir derzeit nicht eingerichtet.

Vorteile von Zoom Whiteboards:

  • Sie sind in Zoom-Meetings eingebunden.
  • Kein separater Account bei einem anderen Anbieter nötig, sondern in Campus-Lizenz enthalten.
  • Whiteboards bleiben erhalten und können nach dem Termin weiterbearbeitet werden
  • Geeignet für asynchrone Mitarbeit, da Studierende oder Kolleg:innen können auch zwischen den Sitzungen Beiträge ergänzen können
  • Zugänge können z.B. auf bestimmte Kurse, Projektgruppen oder Gremien beschränkt werden
  • Online-Brainstorming mit Studierenden
  • Strukturierung komplexer Themen (Mindmap / Konzeptkarte)
  • Gemeinsame Fallanalyse
  • Planung von Projekten oder Portfolios, z. B. bei den Digitalprojekten im Lehramtsstudium, in MBM oder Praktikumsphasen oder um Entwicklungen sichtbar machen
  • (Selbst-)Verwaltungstätigkeiten, Prozess- und Ablaufdarstellungen, Onboarding und Wissensmanagement, usw.
  • Reflexions- und Analysewerkzeug, z.B. für Ursachenanalyse mit 5-Why-Methode, Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa-Diagramm)
  • Feedback einholen, z.B. mit Zielscheiben-/Ampel-Feedback, Dot-Voting (Vorlagen-Beispiel in der Vorlage „Welcome to Zoom Whiteboard“)
  • Entscheidungsfindung im Lehrteam, z.B. mit Priorisierungsmatrix (Impact vs. Aufwand)
  • für zyklisches Arbeiten (Mini-PDCA im Alltag)
  • Kollaboration im Studiengang (über Fächer hinweg)

Wichtig ist für die Arbeit mit digitalen/virtuellen Whiteboards, dass die Barrierearmut beachtet wird. d.h. kontrastreiche Farben, Schriftgröße sollte ausreichend groß sein, Ergebnisse zusätzlich als Text bereitstellen.

Aktuellste Anleitungen für Erste Schritte mit Zoom Whiteboard finden sich auf den Zoom-Whiteboard-Support-Seiten. Hier wird Schritt-für-Schritt erklärt, wie man auf unterschiedlichsten Betriebssystemen in Meetings oder Webinaren bzw. auch unabhängig von solchen Whiteboards erstellt, bearbeitet und freigibt. Auf Englisch gibt es auch über Tastatur- und Maus-Shortcuts für die Arbeit mit Zoom Whiteboards. In den Vorlagen findet sich auch eine „Welcome to Zoom Whiteboards“, in der mittel Tour gezeigt wird, was möglich ist.

Die Vorlagen, die von Zoom bereitgestellt werden, lassen sich u.a. für folgende Szenarien einsetzen bzw. mit wenig Aufwand anpassen:

1. Vor, während und nach der Veranstaltung:

  • Interaktive Tafel im Seminar / in der Vorlesung
  • Gruppenarbeit in Präsenz und online
  • Visualisierung der Seminarplanung und Kursstruktur, z.B. ergänzt um Termine, Abgaben, To-do-Listen, Kanban-Boards für Studierendenprojekte
  • Gemeinsames Board zur Prüfungsvorbereitung und Wiederholung
  • Qualitätssicherung durch Feedback & Evaluation, z.B. durch schnelles anonymes Stimmungsbild (Emojis, Klebezettel, Skalen), Sammlung von Antworten auf „Was hat geholfen? Was war schwierig?“,…

2. Für (studentische) Projekte, Teams und Betreuung von Arbeiten:

  • Projektplanung und -steuerung
  • Theorie- und Literaturarbeit; Gap-Analyse (Ist vs. Soll)
  • Skizzieren von Fragebogen- oder Interviewleitfäden, Gemeinsames Codieren / Clustern qualitativer Daten (z.B. Kategorienbildung)
  • Strukturierung der Arbeit (Zeitplan, Meilensteine), Sammeln von Forschungsfragen, Hypothesen, möglichen Methoden
  • Lessons Learned / After Action Review

3. Für (Selbst-)Verwaltungstätigkeiten, Prozess- und Ablaufdarstellungen, Onboarding und Wissensmanagement, und vieles mehr:

  • Workflows (z.B. Einschreibung, Prüfungsverwaltung, Antragsverfahren) visualisieren
  • Verantwortlichkeiten und Schnittstellen in/zwischen Abteilungen sichtbar machen
  • SWOT-Analysen, Zielbilder, Maßnahmenplanung
  • Benchmarking (intern zwischen Modulen, (auch extern) auf Studiengangebene)
  • „How-to“-Boards für neue Mitarbeitende (Links, Prozesse, Ansprechpartner)
  • FAQ-Boards für bestimmte Themen (z.B. „digitale Prüfungen“, „Raumbuchung“)
  • Journey Maps, z.B. mit Learner Journey die Studierendenperspektive in den Fokus setzen „Wie erlebt eine Studierende den Weg von Bewerbung bis Abschluss?“

Über die Anleitungen von Zoom werden immer die neuesten Funktionen unter Using the Zoom Whiteboard bereitgestellt. Die Fernuni Hagen hat der Community of Practice zudem ihr Playbook: Whiteboards als kollaboratives Werkzeug in der Lehre über das Hochschulnetzwerk Zoom zum Erproben zur Verfügung gestellt. Dieses Playbook geht auf das neue Zoom Whiteboard ein.